Gestatten,
Stephan Haas

Hier kommt der Mann, der seinen Namen mit Immobilien verbunden hat und als Immobilienmakler
den Eigentümern, Hausbauern und Kaufinteressenten im Bergischen Land seine Dienste anbietet.


Sie sind woher? „Ich bin von hier, geborener Neunkirchener, ein Kind der Achtziger, dieses Jahr runde 40 geworden. Ich wohne mit der Familie in Hermerath.“

Wikipedia dazu: Hermerath ist ein Kirchdorf in der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Im Ortskern befinden sich die katholische Pfarrkirche St. Anna und ein Spielplatz. „Richtig. Und dann müssen Sie aber auch die Hermerather Mühle erwähnen. Hier wurde bis 1962 Korn gemahlen, später wurde aus dem Gebäude eine Gaststätte draus. Diese Kneipe gehörte meiner Großmutter, wurde später von meinen Eltern Rainer und Doris Haas übernommen, bis sie 2015 zugemacht haben.“

Richtig, ist auch Ihre Adresse: Haas Immobilien GmbH, Hermerather Mühle 2, so steht es da unten auf Ihrer Webseite. Sie leben hier mit Kind und Kegel? „Mit meiner Frau Andrea, mit unserem kleinen Alexander, zweieinhalb und meinen Eltern. Die Eltern wohnen übrigens unten in dem umgebauten Gasthaus, wir darüber.“

Ein ziemlich moderner Mix, alt küsst neu. Das Gasthaus im alten Fachwerk und daneben ein moderner Holz-Kubus. „Das ist unser Koch- Wohn und Essbereich mit Terrasse. Den habe ich übrigens selbst gebaut, auch das alte Fachwerk habe ich selbst saniert.“

Sie sind gelernter Zimmermann, ein Mann des Handwerks, haben bei Andreas Rosauer gelernt, einem Handwerker hier aus dem Ort. Sie machten sich weiter schlau, begannen ein Studium zum staatlich geprüften Hochbautechniker.

„Ja, das stimmt. Inzwischen wusste ich schon, dass ich Makler werden möchte hier bei uns im Bergischen. Der Beruf faszinierte mich! Ich habe noch eine Ausbildung zum Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft angehängt, sammelte danach meine Erfahrungen in einer Hausverwaltung. 2010 habe ich mich selbstständig gemacht.

Sie arbeiteten dann als Berater bei Stommel Haus, einem Fertighausbauer aus Neunkirchen-Seelscheid. Mit der Firma sind Sie heute noch verbunden, oder? „Genau. 120 Holzhäuser habe ich mit Stommel geplant und gebaut, allein rund 60 davon hier im Bergischen.“

Um Ihren Lebenslauf abzuschließen, erwähnen wir noch den diplomierten Immobilienwirt DIA. Dann haben wir das komplett. Und dann waren Sie ja auch mal Kellner! „Klar, ich hab‘ als Teenager in Omas Kneipe gearbeitet. Dafür gab’s ein bisschen Taschengeld und ganz gut Trinkgeld. Ich mochte das Kneipenleben.“

Heute auch noch? „Nein, man wird brav. Heute gehe ich lieber essen.“

Zwei Lieblingsrestaurants? „Haus Stolzenbach in Lohmar, ein schönes Gutshaus aus dem 19. Jahrhundert mit tollen Wildgerichten. Das Kurfürst an der Hauptstraße hier in Neunkirchen oder eine große Runde spanischer Tapas mit Freunden im Siegburg im Sotavento. Müssen Sie hin, wenn Sie uns hier wieder besuchen kommen.“

Und was macht der Haas sonst so. Im Kegelverein sind Sie auch, nicht wahr? „Ja. Und dann bin ich hier im Dorf im Junggesellenverein. Der lässt aber auch Verheiratete zu. Einmal im Jahr organisieren wir ein großes Dorffest, da kommen ca. 500 Leute und feiern. Dieses Jahr leider nicht, leider, Sie wissen schon, wegen Corona.“

Wie ist das Haus-Makeln in Zeiten von Corona? „Es gab ein paar Wochen, da war das Nachfrageverhalten der Interessenten deutlich geringer, aber das ist jetzt wieder normal. Natürlich muss ich als Makler die Besichtigungstermine anders gestalten.“

Wie? „Ich mache keine Open House-Termine, es gibt größere Zeitfenster, ich trage Mundschutz und halte auch einen für die Gäste parat, obwohl die meist ihren dabeihaben. Türen lasse ich alle offen, damit möglichst wenig angefasst werden muss und nach der Besichtigung wird desinfiziert.“

Wie reagieren die Eigentümer? „Die Preise sind stabil, alle hatten etwas Angst, dass die Kaufpreise fallen könnten, aber dem ist nicht so. Und die Verkäufer wissen zu schätzen, dass ich ihnen als Makler den Kontakt zu Interessenten abnehme und noch stärker selektiere, wer ins Haus darf. Es ist jetzt nicht die Zeit für Besichtigungstourismus, das muss jeder verstehen!“

Sie sind Sternzeichen Fische, habe ich gerade gegoogelt und da steht: Fische sind sehr bescheiden und mögen keine Großspurigkeit. Sie sind sehr hilfsbereit, anderen Menschen gegenüber verständnisvoll und besitzen ein gutes Einfühlungsvermögen ... „Scheint doch perfekt zu meinem Beruf zu passen, meinen Sie nicht auch?“

Sie sind eine echte rheinische Frohnatur, kann man das so sagen? „Aber wie! Und ich mag Karneval! Raten Sie mal, wo ich meine Frau kennengelernt habe …“

Beim Karneval wahrscheinlich. Sie warfen Kamelle, Ihre Frau fing den Blumenstrauß? „Nein, ich sammele lieber, statt zu werfen, bin nur Karnevalist von Herzen, nicht im Verein. Aber ja, meine Frau traf ich am Karnevalszug in Hermerath: Wir kannten uns zwar schon von früher, sie ist auch aus Hermerath, aber sie war ein paar Jahre während ihres Jura-Studium im Ausland!“

Alle kommen scheinbar zurück. Hatten Sie nie Lust, das Dorf zu verlassen und in der Großstadt zu leben? „Nein, ich liebe das Dorfleben, das nette Miteinander, der Plausch beim Bäcker. Ich habe auch während des Studiums hier gelebt, bin jeden Tag die dreiviertel Stunde nach Köln mit dem Auto. Wir sind ja nah‘ dabei!“

Apropos Auto, und die Bescheidenheit der Fische. Auf dem Foto auf Ihrer Website stehen Sie neben einem kleinen Hyundai mit Firmenlogo. Ich weiß aber, dass vor Ihrem Haus auch ein ‚Tesla S‘ steht. Sehr schick. Darf man mit so einem Auto beim Kunden nicht vorwahren? Oder erzeugt das Neid und bestärkt das Vorurteil über Makler? „Dem Hausbauer ist‘s egal. Beim Verkäufer trete ich lieber etwas bescheidener auf, stimmt. Aber im Ernst: Ich bin überzeugter Elektroauto-Fan! Und der Wagen war damals am schnellsten lieferbar und Tesla bietet auch die beste Infrastruktur an Ladesäulen. Da muss die Deutsche Autoindustrie noch nacharbeiten.“

Unter uns: Lassen Sie das Lenkrad los und lassen das Auto selbst fahren? „Ich finde es herrlich, auf der Autobahn mache ich das grundsätzlich. Wenn meine Frau den Wagen nimmt, vermisst sie das Kuppeln und sie behält auch lieber das Lenkrad in der Hand.“

Apropos Lenkrad oder Zügel in der Hand: Sie fahren dieses Jahr in den Center Park nach Wilhelmshaven. Ziemlicher Unterschied für einen, der auf den Mount Everest geklettert ist! „Da hat sich meine Frau dieses Jahr durchgesetzt, wir machen Familienurlaub mit einem anderen Pärchen und sie braucht es ruhiger diesmal, jetzt, wo sie schwanger ist! Aber ich will auch nicht angeben: Im Himalaya habe ich es nur bis ins Basislager des Mount Everest geschafft, ich bin eher der Bergwanderer als der Kletterer. Ansonsten geht es im Winter gemeinsam zum Skifahren …“

Wohin genau? „Hinterthal bei Maria Alm in Österreich. Das ist östlich von Saalfelden, 60 Minuten von Salzburg.“

Was planen Sie sonst noch? „Zuerst einmal freuen wir uns wahnsinnig aufs Baby. Im Oktober soll es soweit sein. Da ist es nichts mit Plänen, da werden Überraschungen warten. Ich habe aber Pläne für einen Pool, hab‘ im Garten schon die Terrasse angelegt, im nächsten Jahr beginnen die Baggerarbeiten…“

Baggern Sie selbst? „Könnte ich, oh ja! Und mag ich, noch mehr! Aber meine Frau hat nein gesagt, das soll besser eine Fachfirma machen.“

Sie haben dieses Jahr Jubiläum gehabt! „Ich bin jetzt zehn Jahre Immobilienmakler. Das möchte ich nächstes Jahr nachfeiern, gleich zusammen mit meinen 40zigsten, den ich dieses Jahr auch nicht feiern konnte, Sie wissen ja …“

Zum Schluss habe ich noch ein Rätsel für Sie als Mann der Häuser: Noch heute wird in vielen Regionen der Welt eine uralte Erfindung angewandt, die es dem Menschen ermöglicht, durch Wände zu schauen. Wie heißt diese Erfindung? „Ähm … ja …“

Dann googlen Sie mal! Tschüss, auf Wiedersehen und vielen Dank für dieses Interview.

Das Interview führte der Autor Franck Winnig am 17. Juni 2020 und wird jährlich aktualisiert.

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